>>> Lebe Deinen Traum! Sonderausstellung, Cartoons von BECK, 26.06.-20.09.2020

Vom 26. Juni bis 20. September waren die Cartoons des Leipziger Künstlers BECK im Kunsthaus Salzwedel zu sehen und erheiterten die Gäste. Der Mann mit dem spiegelverkehrten E in der Signatur ist mit seinen komischen und hintergründigen Zeichnungen in Zeitschriften und Zeitungen wie taz, Readers Digest, natur, DIE ZEIT, Eulenspiegel und K-Tipp (Schweiz) vertreten und gehört zu den namhaftesten zeitgenössischen Repräsentanten seiner Zunft.

"BECK verfügt nicht nur über reichlich Humor, sondern gehört als sprachmächtiger Zeichner oder zeichnender Autor zur extrem raren Spezies der Doppelbegabung", schrieb Konstanze Crüwell in der FAZ anlässlich seiner Ausstellung im Caricatura Museum Frankfurt, 2016.

In Leipzig geboren, auf dem Lande bei Zeitz aufgewachsen, studierte er zunächst Architektur an der HAB, der heutigen Bauhaus-Universität Weimar, wechselte dann aber zum Studiengang Gebrauchsgrafik an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee. Eine Ausbildung, die er unfreiwillig, aufgrund politische Differenzen, beenden musste. 1987 begann BECK freiberuflich zu arbeiten; u.a. zeichnete er für die Kinderseite der Fernsehzeitschrift FF sowie für das Jugendmagazin Neues Leben. Cartoons faszinierten BECK schon seit Kindheitstagen.

Frühe Inspirationen waren die Zeichnungen von Henry Büttner; später kamen westdeutsche Vorbilder wie Ernst Volland und die amerikanischen Zeichner des New Yorker hinzu. Richtig durchgestartet ist BECK in der Mitte der 90er-Jahre. Seine Zeichnungen in der ZEIT und der taz, mehrere Cartoon-Bücher und

Ausstellungen, wie die vielbeachtete Werkschau im Caricatura Museum Frankfurt 2016, sowie diverse Auszeichnungen und Preise, 2020 der Heinrich-Zille-Karikaturenpreis der Stadt Radeburg, machten BECK beständig bekannter. "BECK tritt als Zeichner relativ dezent und unprätentiös auf ... (er) zeichnet sparsam, zielgerichtet und pointiert, er scheut klassische Motive und Standardsituationen des Witzes nicht, beleuchtet sie aber durch kühne Reduktion einerseits, überraschende, signifikante Details andererseits neu." (Auszug aus einer Rede des Dichters Christian Maintz über BECK.)

 

 

>>> Natursequenzen - Landschaftsbezogene Rauminstallationen von Carl Vetter, Sonderausstellung vom 15.11.2019 - 02.02.2020

Einfühlen, Verändern, Näherbringen: diese Tätigkeiten spielen im Schaffen von Carl Vetter eine zentrale Rolle. Der Künstler setzt sich mit dem Verhältnis von Natur, Landschaft und Raum auseinander. Für die Ausstellungsräume des Kunsthauses hat Carl Vetter eine eigens zusammengestellte Kombination aus Naturmaterialien und Kunstwerken entwickelt. Darunter befinden sich Fotografien und Zeichnungen von Landschaften sowie großformatige Materialdrucke von Runkelrüben und Steinen auf Silofolie. Ergänzt werden die visuellen Eindrücke durch Aufnahmen seiner Klangstücke, die er mit Kalksteinen erzeugt. Carl Vetter ist ein Experte für Raumveränderungen mit einfachen Mitteln. Subtil lenkt er die Aufmerksamkeit des Betrachters auf wesentliche Gedanken: Welche Beziehung hat der Mensch zur Natur? Wie handelt der Mensch, um der Natur näher zu kommen? Die Besucher*innen tauchen in eine Atmosphäre ein, die Raum zur Selbstbefragung gibt. Carl Vetter, 1949 in Weimar geboren, absolvierte von 1971 bis 1978 ein Kunststudium an der HFBK in Hamburg. Während seiner bemerkenswerten Laufbahn realisierte er zahlreiche Ausstellungen, Raumkonzepte und Aktionen mit Licht und Klang. Im Raum Salzwedel verwirklichte er zuletzt die Aktion "Kirchleuchten" in altmärkischen Feldsteinkirchen. Die neue Sonderausstellung "Natursequenzen" im Kunsthaus Salzwedel präsentiert Rauminstallationen von Carl Vetter ab dem 15. November 2019.

Im Rahmen der Ausstellung findet außerdem eine Künstlerführung am Sonntag, den 17. November und am Sonntag, den 29. Dezember jeweils um 15:00 Uhr statt. Auf einem gemeinsamen Rundgang erläutert Carl Vetter seinen künstlerischen Prozess und Hintergrundinformationen zu seinen Werken.

Die Ausstellung ist vom 15.11.2019 bis 02.02.2020 täglich von Dienstag bis Sonntag in der Zeit von 14:00 - 17:00 Uhr im Kunsthaus Salzwedel zu sehen. Der Eintritt beträgt für Erwachsene 4,00 € und ermäßigt 3,00 €. Für Kinder bis 14 Jahre ist der Eintritt frei. Der Preis für die Künstlerführung beträgt 2,00 € pro Person zzgl. Eintrittspreis.

>>> Leuchtspuren - Malereien, Grafiken und Skulpturen von Wolfgang Opitz, 04.07.2019 - 27.10.2019

Das Kunsthaus Salzwedel präsentiert in der neuen Sonderausstellung "Leuchtspuren" Malereien, Grafiken und Skulpturen von Wolfgang Opitz in einem Querschnitt aus 50 Jahren Schaffenszeit. Der Künstler lebt und arbeitet seit 1998 in Plüschow (Nordwestmecklenburg) und seit 2006 auch in der Altmark. Seine künstlerische Laufbahn begann er in den 1960-er Jahren in Dresden. Hier war er 1971 Mitbegründer der staatsunabhängigen Künstlergruppe "Lücke". In seinem facettenreichen Werk verbindet Wolfgang Opitz verschiedene künstlerische Techniken miteinander: Holzschnitte und Skulpturen werden durch Übermalungen ergänzt oder Teile seiner Holzskulpturen als Druckplatten verwendet. Die Motive liegen im Spannungsbereich zwischen Abstraktion und Figuration. Mal sind Körper und Gesichter zu erkennen, mal ist der Bildraum auf gegenstandslose Farbflächen reduziert. Opitz beschreibt seine "Reduktion auf Elementares" als Fortsetzung seiner künstlerischen Anfänge in der DDR und der Künstlergruppe "Lücke". Anstelle einer festgelegten Handschrift entwickelt Opitz einen künstlerischen Prozess der ständigen Umformulierung. "Leuchtspuren" bietet einen stilistisch und formal vielseitigen Einblick in diese individuelle Perspektive.

Die Ausstellung ist vom 04.07. bis 27.10.2019 täglich von Dienstag bis Sonntag in der Zeit von 14:00 - 17:00 Uhr im Kunsthaus Salzwedel zu sehen. Der Eintritt beträgt für Erwachsene 4,00 € und ermäßigt 3,00 €. Für Kinder bis 14 Jahre ist der Eintritt frei.

Termine rund um die Ausstellung

>>> Künstlerführungen

Im Rahmen der Ausstellung werden zwei Künstlerführungen am 13. Juli und 7. September jeweils um 14:30 Uhr stattfinden. Die Besucher erhalten hierin die Möglichkeit, mehr zur Entstehungsgeschichte der einzelnen Werke direkt von Wolfgang Opitz zu erfahren.

>>> KEEP OUT! Urbane Fragmente und Collagen, Sonderausstellung mit Werken von Ulli Bomans vom 08.03.-10.06.2019

Urban, experimentell und tiefgründig - mit Ulli Bomans zeigt das Kunsthaus Salzwedel ab dem 8. März 2019 einen jungen aufstrebenden Künstler, der mit seiner Kunst die Sedimente der Metropolen verarbeitet. Zu sehen sind Collagen, Assemblagen und serielle Arbeiten, die in starkem Kontrast zur ländlichen Umgebung des Ausstellungsortes stehen. Sie zeigen die "ferne" Stadt als Bühne und Gegenstand gesellschaftlicher und politischer Themen.

Für die urbanen Fragmente seiner Städtecollagen, die er "Snippets" nennt, begibt sich Ulli Bomans auf die Suche. Er folgt verheißungsvollen Namen wie Los Angeles, Lissabon, Bremen, Berlin, Frankfurt, Mexico City, Belgrad, Detroit, New York... und der Gefühlswelt die sie in ihm erzeugen. Dabei gilt sein Blick nicht den Sehenswürdigkeiten oder typischen Touristenpfaden, sondern den Schnipseln und weggeworfenen Gegenständen auf dem Boden. Der Künstler findet sich nicht selten in Stadtteilen und Milieus wieder, die Fremde lieber meiden sollten. In den Schattenseiten einer Stadt, als Ort des verwirrenden manchmal bedrohlichem Unbekannten, die die verdrängten Seiten menschlichen Verhaltens offenbaren. Diesen Aspekt greift der Ausstellungstitel "KEEP OUT" auf. Am Ende seiner Reisen entstehen Reliefs mit einer ganz eigenen Ästhetik, die Geschichten über die Städte, über die Metropolen und deren Bewohner erzählen.

Neben den urbanen Collagen stehen in der Ausstellung serielle Porträts. Seine großformatige Collage "Horny Goat Weed" zeigt Porträts der Staatsoberhäupter Kim Jong-un und Donald Trump, die 2018 zu einer Ausstellung mit dem Ausstellungstitel "Zerreißprobe" entstand. Passend zum Thema zerreißt Bomans die auf Papier gedruckten Gesichter und setzt Sie in immer neuen Variationen zusammen, sodass sie auf skurrile Weise miteinander verschmelzen. Ulli Bomans bedient sich dabei der Vervielfältigungstechniken von Copyshops, die in Großstädten an jeder Ecke zu finden sind. Diese erlauben es ihm, Motive beliebig oft zu wiederholen.

Reproduzierbarkeit und Experimentierfreude spielen auch bei dem Werk "Swinton-Siblings" eine wesentliche Rolle. Ulli Bomans reiht das Porträt der Filmikone Tilda Swinton in dieser seriellen Arbeit 150 mal in einer strengen Gitterstruktur aneinander. Er bedient sich nicht der einfachen Wiederholung sondern bearbeitet die Bilder mit Knochenleim und Rost, sodass jedes Exponat durch Unregelmäßigkeiten und Sprödewerden des Materials zum Hinschauen und Vergleichen einlädt. Es erinnert an riesige urbane Plakatwände, Konzertankündigungen die aneinandergereiht an Wände angebracht und durch die Witterung zersetzt werden.

Ulli Bomans studierte an der Kunsthochschule Kassel freie Kunst bei Dorothee von Windheim und Alison Knowles, einer US-amerikanischen Künstlerin der Fluxus-Bewegung. In diesem Kontext hat er an Performance Projekten in Bremen, Kassel, Paris und New York teilgenommen. Mit seinen großformatigen Collagen-Serien ist er bereits in zahlreichen Galerien und Ausstellungshäusern vertreten, unter anderem 2018 in Bremen, Galerie K', "Im Interim", Hamburg, Frappant Galerie, "Sensitive Moments", 2017 Hamburg, Bunkerhill Galerie, "Großstadt-Dschungel", 2016 Detroit (USA), Popps Packing, "The Big Art Show with Studio +|-0, Neu Tramm, Raum 2, "Trip Detroit", 2014 Bremen, Kunst- und Kulturverein Spedition, "Spoilpark" Hamburg, Gängeviertel Fabrique, "Subsoljanka".

Neben Performances, Collagen und Klanginstallationen widmet sich Bomans verschiedenen Musikprojekten, wie z.B. "Shrubbn!!", dem Soloprojekt "Schieres" und ab 2003 der Gründung des Multimedialen Musik- und Performanceprojekts "Gladbeck City Bombing". 2009 hat er für die Deutsche Oper Hamburg und das Deutsche Schauspielhaus Hamburg Live-Umsetzungen von Ton und Musik für Theaterstücke produziert.

Die Ausstellung ist vom 08.03. bis 10.06.2019 täglich von Dienstag bis Sonntag in der Zeit von 14:00 - 17:00 Uhr im Kunsthaus Salzwedel zu sehen. Der Eintritt beträgt für Erwachsene 4,00 € und ermäßigt 3,00 €. Für Kinder bis 14 Jahre ist der Eintritt frei.

>>> AKT.LAND.FLUSS, Sonderausstellung mit Werken der Künstlergruppe ro sa ga ra ge vom 07.11.2018 - 27.01.2019

Neun zeitgenössische Künstlerinnen treten in einen spannenden Dialog der Wahrnehmung von Mensch und Natur. Bezugnehmend auf die Themen und Künstler der Dauerausstellung BROKEN BRUSHES im Kunsthaus Salzwedel, präsentieren die Künstler der ro sa ga ra ge unter anderem Porträts, Aktdarstellungen und Landschaften. Im besonderen Fokus steht ein historisches Vorbild, die Künstlergruppe "Die Brücke", welche 1905 in Dresden gegründet wurde. Die große Natur- und Menschenbezogenheit der Expressionisten als bildnerisches Anliegen, sowie die Unmittelbarkeit in der Umsetzung ihrer Eindrücke wurden zum methodischen Wegweiser für die Werke der ro sa ga ra ge in der neuen Ausstellung. Zu sehen sind Malereien, Zeichnungen, Graphiken, Skulpturen und Objekte. Es sind Einblicke in das gegenwärtige und freie Schaffen, das die Künstlerinnen seit Jahren miteinander verbindet und ihre Werke prägt. Die Ausstellung spürt dem Fluss des gemeinsamen Arbeitens der Gruppe nach und stellt die Frage, was eine Künstlergruppe heutzutage noch vermag. Namensgebend für die 2016 im Wendland entstandene Künstlergruppe war der Gründungsort, eine rosa Garage. Damals wie heute basiert die gemeinsame Identität im wöchentlichen gemeinsamen Akt malen. Disziplin und Leidenschaft, gegenseitige Anerkennung aber auch Auseinandersetzung und künstlerischer Diskurs sind Grundpfeiler der neun Künstlerinnen, die unterschiedlicher nicht sein könnten.

Die Ausstellung ist dienstags bis sonntags von 14-17 Uhr geöffnet. Führungen können Sie telefonisch unter 03901 30 22777 oder per Mail unter info@kunsthaus-salzwedel.com buchen.

 

 

>>> "Künstler im EXIL" - Sonderausstellung von Werken aus der Sammlung Memoria von Thomas B. Schumann, 17.05.2018-14.10.2018

Unter dem Titel: "Künstler im Exil" greift die Ausstellung Aspekte eines historischen Themas mit hochaktuellen Bezügen auf. Gezeigt werden Werke aus der Sammlung "Memoria" von Thomas B. Schumann, Köln. Schumann befasst sich seit Jahren intensiv mit der deutschen Exil-Thematik und hat eine umfangreiche Sammlung an Bildern, Büchern und Dokumenten aus der Zeit von 1933-1945 und darüber hinaus zusammengetragen. Seine Sammlung hat er programmatisch unter den Begriff der "Memoria" (Erinnerung) gestellt, um jene Künstler vor dem "endgültigen Vergessen, Auslöschen (zu) bewahren". Die Themen der in der Sammlung enthaltenen Aquarelle, Zeichnungen und Ölgemälde spiegeln auf subtile Weise die Schicksale der Künstler wieder. "Hier malen Künstler, die sich zurechtfinden müssen, ohne viel Muße und Interesse zu haben für gewagte Stilsuche..." charakterisiert der Journalist und Exilant Georg Stefan Troller die Sammlung. So steht das Leid der Flucht neben scheinbar unverfänglichen Motiven von Blumensträußen, Badestränden oder Stadtansichten in der Fremde. Das Kunsthaus Salzwedel zeigt diese Werke und möchte dadurch eine Brücke zu den Arbeiten der Dauerausstellung "Broken Brushes" bilden. Den Künstlern beider Ausstellungen ist gemein, dass ihre Kunst als entartet verfemt, die Künstler verfolgt und zur Emigration gezwungen wurden. Die Lebensläufe und Schicksale jedes einzelnen Emigranten sind so vielschichtig wie die Menschen selbst. Die erzwungene Emigration bedeutete für die meisten Maler einen Bruch mit ihrem bisherigen Leben in Deutschland und Europa. Nur wenigen Malern gelang es, in der "Exilheimat" Fuß zu fassen und mit künstlerischer Arbeit ihren Lebensunterhalt zu verdienen. Viele waren gezwungen, in völlig fremde Berufe auszuweichen, wobei profane Arbeit als Zeichenlehrer oder Illustrator für (Mode-)Magazine als Bruch zur künstlerischen Vergangenheit und ihrer Anerkennung empfunden wurde. Einige Künstler kehrten nach dem Ende der nationalsozialistischen Diktatur wieder nach Deutschland zurück. Doch die wenigsten konnten an ihre früheren Erfolge und Ansehen anknüpfen, viele gerieten in Vergessenheit. Neben der historischen Darstellung ist diese Ausstellung eine Präsentation begabter Künstler und anregender Gemälde. Überdies gelingt es vielleicht, mit der Ausstellung auch ein Gespür für die Gefühlswelt heutiger Exilanten zu entwickeln. Das Kunsthaus-Team wünscht den Besuchern viel Freude mit dieser besonderen Ausstellung, die wir aufgrund ihrer Bedeutung für einen längeren Zeitraum angesetzt haben. Die Ausstellung ist vom 17.5. bis 14.10.2018 täglich von Dienstag bis Sonntag in der Zeit von 14:00 - 17:00 Uhr im Kunsthaus Salzwedel zu sehen. Der Eintritt beträgt für Erwachsene 4,00 € und ermäßigt 3,00 €. Für Kinder bis 14 Jahre ist der Eintritt frei.

>>> Graficus Ludens. Sonderausstellung des Leipziger Künstlers Patrick Fauck vom 09.02.2018 - 29.04.2018

"Der Mensch spielt nur, wo er in voller Bedeutung des Wortes Mensch ist, und er ist nur da ganz Mensch, wo er spielt." Friedrich Schiller

Graficus Ludens – spielender Grafiker so lautet der Titel der kommenden Ausstellung im Kunsthaus Salzwedel. Gezeigt werden Arbeiten des Leipziger Künstlers Patrick Fauck.

Im Fokus der Ausstellung steht einerseits das weite Feld der druckgrafischen Disziplinen und andererseits der spielerische Umgang mit ihnen. Der Titel spielt bereits auf die beiden unterschiedlichen Aspekte an, die das Werk Patrick Faucks prägen. Als Künstler verkörpert er beide Fähigkeiten in einer Person. Er besitzt einerseits ein reiches Fachwissen über die Drucktechniken und andererseits die Fähigkeit frei mit den einzelnen Disziplinen zu Spielen. Auf diese Weise schafft er Neues, Unvorhergesehenes und Erstaunliches. 

Geöffnet ist die Ausstellung Dienstag bis Sonntag von 14:00 - 17:00 Uhr. Der Eintritt kostet 4 Euro, ein Kombiticket mit der Dauerausstellung „Broken Brushes“ 6 Euro. Schüler und Studenten haben ermäßigten Eintritt. 


Aus der Serie Unsinn !?: Reifenhändler
Klischeedruck im Tief- u. Hochdruck, Collagraphie, 50 x 40 cm
>>> "Liebe Irma! Lebenszeichen aus dem Schützengraben" Sonderausstellung mit Feldpostkarten des Dresdner Künstlers Otto Schubert (1892-1970), verlängert bis 07.01.2018

Der große Krieg (1914 – 1918) gilt als der erste industriell geführte Krieg und der erste "totale" Krieg der Menschheitsgeschichte. Er ging als erster Weltkrieg in die Geschichte ein. Die furchterregende Heftigkeit der Ereignisse widersetzt sich bis heute jedem Verständnis. Am Ende befanden sich drei Viertel der Weltbevölkerung im Kriegszustand, mehr als 17 Millionen Menschen starben. Diese Zahlen geben einen Eindruck von dem verheerenden Ausmaß dieser Urkatastrophe.Dieses auch nach 100 Jahren nicht zu vergessen und aus der Geschichte zu lernen, ist Anlass für die neue Sonderausstellung im Kunsthaus Salzwedel.Anliegen der Ausstellung ist es, den ersten Weltkrieg aus dem Blickwinkel der Kunst zu beleuchten und auf diese Weise ganz persönliche Perspektiven auf die Geschehnisse erfahrbar zu machen.Der junge Künstler Otto Schubert studierte an der Kunstakademie in Dresden, bevor er 1915 in den Krieg eingezogen wurde. Von 1917 bis 1918 war er Meisterschüler beiOtto Gussmann und Otto Hettner und wurde mit dem großen Staatspreis ausgezeichnet. 1919 gründete er zusammen mit Otto Dix, Conrad Felixmüller und anderen die „Dresdner Sezession Gruppe 1919“. Inmitten der blutigen Kämpfe des ersten Weltkrieges, hielt er täglich seine Fronterfahrungen in kleinen Zeichnungen und Aquarellen fest. In den Jahren 1915 und 1916 entstanden knapp 80 Postkarten, die fast alle an seine Verlobte Irma Müller in Dresden adressiert waren. Manchmal betitelte Schubert seine kleinen Kunstwerke, oft aber gewähren die winzigen Bilder und die spärlichen Worte an den Bildrändern nur vage Einblicke in die persönliche Gedanken- und Erlebniswelt Otto Schuberts. Dennoch bewegen die kleinen Arbeiten den Betrachter tief. Otto Schubert öffnet Fenster und legt den Blick auf das individuelle Erleben eines Frontsoldaten frei. Es sind Lebenszeichen und Zeugnisse der Liebe zwischen Irma und Otto – eine Liebe die den Krieg überdauerte. Die Postkartenausstellung wurde bereits mit Unterstützung des Goethe - Instituts in Washington, USA gezeigt. Ebenso wie dort ist auch unsere Ausstellung von Dr. Irene Guenther kuratiert. Fast gleichzeitig erscheint Ihr Buch, welches die Hintergründe zu Otto Schuberts Feldpostkarten beleuchtet. Wir freuen uns, dass die Sonderausstellung wieder in Zusammenarbeit mit Gus Kopriva und Hans Molzberger entstanden ist.

Zusätzlich zu der Ausstellung erwartet Sie in den Räumen des Kunsthauses ein ganz besonderes Postamt, in dem Sie selbst Postkarten entwerfen und gestalten können, um diese individuellen Botschaften in die Welt zu senden.

Die Sonderausstellung ist vom 09.08.2017 bis zum 07.01.2018 im Kunsthaus Salzwedel zu sehen.

Leitung: Hans Molzberger, Kuratorin: Irene Günther Koordination: Anne Sevenich

Geöffnet ist die Ausstellung Dienstag bis Sonntag von 14:00 - 17:00 Uhr. Jeden ersten Donnerstag im Monat von 14:00 - 20:00 Uhr. Der Eintritt kostet 4 Euro, ein Kombiticket mit der Dauerausstellung „Broken Brushes“ 6 Euro. Schüler und Studenten haben ermäßigten Eintritt. Weitere Infos unter www.kunsthaus-salzwedel.com


>>> "Otto&Helga - Heldenreise. Sonderausstellung mit Werken des Künstlerpaares Otto und Helga Geissler vom 12.05. - 23.07.2017
Achtung! Keramik-Workshops für Kinder und Erwachsene am 19 & 20. Juli 2017, weiterlesen...

 

Ab Mai gibt es eine neue Sonderausstellung im Kunsthaus Salzwedel. Sie zeigt Werke des Künstlerehepaares Otto und Helga Geissler. Neben Malerei und keramischen Gefäßen stehen auch die Persönlichkeiten und das Leben der beiden Künstler im Fokus der Ausstellung. Sie ist eine intime Reise in den Kosmos zweier Menschen, deren langes Leben geprägt ist von Erfindungskraft, Sinn für Humor, Leidenschaft, Stetigkeit, und der Fähigkeit, Rückschläge als Chancen zu sehen.

Otto Geissler wurde 1937 in München geboren. Er machte eine Ausbildung im grafischen Gewerbe, die er 1964 mit einer Meisterprüfung abschloss. 1979 erwarb er in Hörlkam/Niederbayern einen jahrhundertealten Bauernhof und beschäftigte sich nebenbei mit Landwirtschaft und Schafzucht. In seiner Malerei bedient sich Otto Geissler der Aquarell- und verschiedener Mischtechniken. Der völlig freie Einsatz von Farbe und Form verleiht seinen Bildern eine überzeugende Wirkungskraft. Die Bandbreite der Motive reicht von expressionistischer Natur- und Landschaftsschilderung bis hin zu einer freien Abstraktion, die ihre Anregung in Musik, Literatur oder einer bestimmten Idee erfahren hat. Vor allem die mythologischen Motive des „Odysseus“ inspirieren Otto Geissler. Die Helden, deren Abenteuer, Bewährungsproben, Versuchungen und das Thema der überdauernde Liebe finden Resonanz in seinem eigenen Leben. Seine Bilder sind nicht für die Öffentlichkeit geschaffen, sondern überwiegend „seiner lieben Frau“ gewidmet.

Helga Geissler setzt sich in ihren künstlerischen Arbeiten mit keramischen Gefäßen auseinander. Bauchige Vasen, flache Schalen, stark gegliederte Körper, Urnen – die Dimensionen und der archaische Charakter der Gefäße von Helga Geissler verweigern sich weitgehend einer rein funktionalen Verwendung. Wie Relikte einer vergessenen Kultur, archäologische Fundstücke der Vergangenheit, stehen sie und beanspruchen in ihrer Körperlichkeit ihren Raum. Helga Geissler erarbeitet diese Gefäße in einer alten Aufbautechnik, die ohne Verwendung einer Töpferscheibe auskommt. Die Form der einzelnen Körper entsteht aus ihren Händen, wächst Schicht für Schicht durch das Aufeinandersetzen der Tonwülste bis zum fertigen Objekt. Helga Geissler wurde 1937 in Molitz in der Altmark geboren. 1951 absolvierte sie eine Ausbildung im Lette-Verein Berlin, danach eine keramische Ausbildung bei Gottfried Ackermann in München. 1987 erhielt Helga Geissler den Bayerischen Staatspreis Goldmedaille für ihr Schaffen. Sie kehrte gemeinsam mit Ihrem Ehemann 1998 in ihr Geburtshaus nach Molitz in die Altmark zurück.

Die Sonderausstellung ist vom 12.05. bis zum 23.07.2017 im Kunsthaus Salzwedel zu sehen. Am Samstag, dem 13.05.2017 um 14:00 Uhr findet eine Künstlerführung satt. Dann begleitet Helga Geissler interessierte Besucher persönlich durch die Ausstellung und berichtet aus ihrem Leben als Künstlerin. Geöffnet ist die Ausstellung von Dienstag bis Sonntag von 14:00 - 17:00 Uhr. Jeden ersten Donnerstag im Monat von 14:00 - 20:00 Uhr. Der Eintritt kostet 4 Euro, ein Kombiticket mit der Dauerausstellung Broken Brushes“ 6 Euro. Schüler und Studenten haben ermäßigten Eintritt. Weitere Infos unter www.kunsthaus-salzwedel.com

>>> "Ich und die anderen" Ausstellung der Leipziger Künstlerin Claudia Rößger vom 3.2.-30.4.2017

Claudia Rößger widmet sich in dieser Ausstellung ihren eigenen immanenten Gesichtern und lässt in "ICH UND DIE ANDEREN" einen Zug Rollenspieler aufmarschieren. Es sind Rollen, die die Künstlerin beschäftigen, Rollen, die sie einnehmen könnte - ein abrufbares Repertoire von Einstellungen, die den Anspruch an sich selbst und fremde Erwartungen spiegeln.

In drei Werkkomplexen und auf insgesamt über 50 Werken in Malerei, Zeichnung und interessanten Mischformen zeigt Claudia Rößger ein großartiges wie seltsames Repertoire von Maskeraden, anziehend, faszinierend und befremdlich zugleich. Die drei Werkgruppen eint, dass der Arbeitsprozess als Modell der Selbstfindung und Selbstbefragung in den Vordergrund tritt. Bei Claudia Rößger gibt es keine vorangehenden Skizzen. Jedes Bild entsteht im Moment, die spontane Idee gibt das erste Bildelement vor und von da an befinden sich Künstlerin und Werk im Dialog und auf Augenhöhe und fordern sich gegenseitig heraus.    

„Im Arbeiten entwickelt sich eine Geschichte. Was ist das für eine Figur? Was macht die, was kriegt die? was braucht die? ... es ist wie ein Zwiegespräch“.  Form, Farbe, Zutat, Ausdruck - „ich fange an zu verdichten – aber es gibt auch Flächen, die unbeantwortet und geöffnet sind, die lass ich so stehen“.

Claudia Rößger wurde 1977 in Mittweida, Sachsen, geboren. Sie studierte an der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig und war Meisterschülerin bei Prof. Arno Rink.

Ihre Bilder wurden auf Einzel- und Gruppenausstellungen gezeigt u.a. in Berlin, Höxter, Havanna, Hamburg, Warschau, Frankfurt am Main, Dessau, Düsseldorf, London, Schleswig, Leipzig. Claudia Rößger ist in mehreren öffentlichen Sammlungen vertreten, sie lebt und arbeitet in Leipzig.

Im Rahmen der Sonderausstellung „ICH UND DIE ANDEREN“ die vom 03.02.2017 - 30.04.2017 im Kunsthaus Salzwedel zu sehen ist, gestaltet Claudia Rößger ein interessantes ausstellungsbegleitendes Programm. Eine Künstlerführung zum Eröffnungswochenende am 04.02.2017 um 14:00 Uhr durch die Ausstellung „ICH UND DIE ANDEREN“; am 05.03.2017 um 14:00 Uhr eine Führung durch die Ausstellung „ICH UND DIE ANDEREN“ mit Querbezügen zu ausgewählten Werken der Dauerausstellung BROKEN BRUSHES; ein zweitägiger Workshop zum Thema Porträt am 08. & 09.04.2017 jeweils von 10:00 - 17:00 Uhr sowie ein Künstlergespräch unter dem Titel „Erfundene Bildwelten“ am 30.04.2017 um 16:00 Uhr.                                

Nähere Informationen zu den Workshops finden Sie hier (bitte anklicken)!

>>> Werkschau des Berliner Bildhauers Claus Korch

„Das menschliche Gesicht ist der interessanteste Teil der Erdoberfläche.“
Lichtenstein...

Das herausragende Thema des Bildhauers Claus Korch ist die menschliche Figur. Dabei geht es ihm nicht in erster Linie um inhaltliche Fragen, sondern um die Phänomene von Form, Struktur und Oberfläche. Ein Großteil seiner Skulpturen bestehen aus einem rauen Kalkstein, den der passionierte Steinbildhauer häufig direkt ohne Vorstufen bearbeitet. Zeichnungen und Grafiken ergänzen Korchs Ausstellung, in denen er Züge ihm begegnender Menschen festhält. Daneben stehen die Aktstudien, freie oder solche, die im Zusammenhang einer geplanten Figur entstanden sind.

Geboren wurde Claus Korch 1936 in Magdeburg. Ihn prägte das Studium
(1956 bis 1961) an der Berliner Hochschule für bildende Künste bei dem Bildhauer Ludwig Gabriel Schrieber.

>>> „LITHO-SPHÄREN“ – Lithographien von Angelika Flaig

03.06.-14.08.2016

LITHO-SPHÄREN lautet der Titel der Ausstellung mit großformatigen Unikatsteindrucken von Angelika Flaig. Damit eröffnet das Kunsthaus Salzwedel vom 3.Juni bis zum 14. August 2016 seine Wechselausstellungsräume.  Fotografie, Druckgrafik und Performance sind bis heute die bevorzugten Ausdrucksmittel von Angelika Flaig. Objekte und Installationen nehmen die Themen Wasser, Erde, Licht der Grafiken in den Ausstellungsräumen des Kunsthauses auf, wobei das Blau der Wände absichtsvoll die Exponate illuminiert. LITHO-SPHÄREN zeigt die Welt des Steindrucks und offenbart die persönlichen  Wasser-Ansichten der Künstlerin: Wasser als Weg, Wasserbau und Architektur, Wasser im Spannungsfeld von Leben und Tod.
Neben einer Künstlerführung, einem Vortrag über die Drucktechnik der Lithografie und einem Künstlergespräch (siehe Veranstaltungskalender) wird es eine Performance geben, in der Angelika Flaig und der texanische Künstler Scott Roller (Violoncello und Elektronik) die Besucher in einen Licht- und Klangraum mit Motiven ihrer grafischen Zyklen entführen.

Zu Künstlerin:
Angelika Flaig wurde 1950 in Schramberg geboren. 1974 bis 1979 erfolgte ein Studium der Malerei und Graphik an der Akademie der Staatlichen Bildenden Künste Stuttgart und der Literaturwissenschaft an der Universität Stuttgart. Seit 1978 absolvierte Angelika Flaig  zahlreiche Einzel- und Gruppenausstellungen im In- und Ausland. 1995 bis 1998 ist sie Leiterin des Kunstprojektes „Durban - Stuttgart“; Gastdozentin für Performance Art in Durban / Südafrika. 1996 erfolgen Performance-Auftritte im Kontext der Kulturhauptstadtprogramme von Kopenhagen. Im Jahr 2001 ist sie im Leitungsteam der Bühnenwerkstatt im Bauhaus Dessau für Szenographie verantwortlich. Seit 2002 betreibt die Künstlerin ein eigenes Atelier in Kornwestheim. 2005 - 2008 ist sie Ausstellungskuratorin für die Zehntscheuer der Gemeinde  Möglichen. 2009 erfolgte die „LITHO-SPHÄREN“ - Einzelausstellung im Museum der Stadt Kornwestheim. Im Jahr 2015 zieht Angelika Flaig nach Sachsen-Anhalt, nach Oebisfelde. Hier richtet sie sich ein Atelier ein und betreibt eine  Galerie.
Termine:

5.6.16, 14:00 Uhr – Künstlerführung
22.6.16, 19:00 Uhr – Vortrag: Technik der Lithografie –
Der Salzwedeler Stein

9.7.16, 20:00 Uhr - Performance mit Cello

14.8.16, 14:00 Uhr - Künstlergespräch und Finissage

vom 03.06.2016-14.08.2016 ist die Ausstellung von Di-So, 14-18 Uhr geöffnet.

 

>>> Pop-Up Ausstellung: „Jahrmarkt der Unglaublichkeiten“ der KG LeipZigZag

Ausstellung der Leipziger Künstler Ines Denecke, Claudia Rößger, Kai Spade, Peter Busch, Susi Sonnenkalb, Ulrike Lux, Anke Vetter, Anne Buch, Inka Perl und Olli Holland

07.05.-15.05.2016

Ein Dutzend Leipziger Künstler geht gemeinsam auf Landpartie. In ihrem Reisegepäck befindet sich Bewegtes, Skurriles, Illustres. In der Ausstellung interagieren Arbeiten aus den Bereichen der Objektkunst, Installation, Mixed Media, Malerei und Grafik. Kreuz- und Querverbindungen zwischen den Mitgliedern der KG LeipZigZag sind unter anderem gemeinsame Projekte wie die traditionsreiche 24-Stunden-Ausstellung, das Studium an der Hochschule für Grafik und Buchkunst oder ein Atelier in der Baumwollspinnerei.

Die Leipziger Karawane bringt eine Vielfalt an künstlerischen Positionen zur Kulturellen Landpartie nach Neu Tramm. Auf dem Hinweg macht die Karawane Stop in Salzwedel um dem hiesigen Jahrmarktspublikum eine Kostprobe zu geben.

Eröffnung:
Freitag, 06.05.2016 um 19:00 Uhr im Kunsthaus Salzwedel.

Öffnungszeiten:
vom 07.05. bis 15.05.2016 ist die Ausstellung Di-So von 14:00-18:00 Uhr geöffnet

 

Ein Klick auf das Bild führt zu weiteren Informationen über den Künstler!

Claudia Rößger mit "Darlin’ Companion", 2015
Inka Perl, Camera Obskur, 2012
Ines Denecke, Rien, Bunt- und Bleistift auf Papier
Ines Denecke, Rien, Bunt- und Bleistift auf Papier
Susi Sonnenkalb, Weltenräume, 2008
Peter Busch, Turnier, 2012
 

Information

Ausstellungen:
geschlossen

Büro:
Mo-Fr, 10-12 Uhr

Restaurant:
Informationen unter
https://www.heimart-saw.de/

 



 

  

Kontakt

03901/ 3022 777

info(at)kunsthaus-salzwedel.com

Neuperverstraße 18,
29410 Salzwedel

Restaurant:
03901 3073 270
  


Führungen

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